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Buchvernissage vom 6. September 2010 Drucken E-Mail
Dienstag, den 07. September 2010 um 06:14 Uhr

Nordwand-Feeling


Minus 20 Grad – wie bei Uelis Speed-Begehung der Grandes-Jorasses-Nordwand – hat es zwar nicht in der Eisbar auf dem Jungfraujoch, aber erfrischend kalt ist es trotzdem in dem aus dem Gletschereis gemeisselten Raum, der von einigen wenigen Scheinwerfern in ein bläuliches, unwirkliches Licht getaucht wird. Die Journalisten und Medienschaffenden, die sich zur Präsentation des neuen Buches von Ueli Steck eingefunden haben, sind in warme Anoraks gehüllt, um sich die Details der Zusammenarbeit zwischen dem Ausnahmealpinisten und seiner Koautorin Karin Steinbach berichten zu lassen und die druckfrischen Exemplare von «Speed. Die drei grossen Nordwände der Alpen in Rekordzeit» zu begutachten. Doch gefröstelt hat es den meisten schon vorher, als die Fahrt mit der Jungfraubahn am Stollenloch unterbrochen wurde und es nach einer kurzen Kaffee- und Teepause nach draussen ging, mitten hinein in den Schauplatz von Uelis erstem Speed-Rekord.


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Bergsteigen als Althlet Drucken E-Mail
Freitag, den 03. September 2010 um 00:00 Uhr
Vielen herzlichen Dank für Eure grosse Anteilnahme am Unfall meiner Frau Nicole. Auch in ihrem Namen möchte ich mich für die vielen Mails und Glückwünsche herzlich bedanken.
Nicole geht es soweit gut. Die Heilung verläuft gut und sie hat den Sturz emotional gut verarbeiten können. Wir sind sehr zufrieden und Nicole ist sehr positiv was den weiteren Verlauf betrifft.
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Trilogie in den Dolomiten Drucken E-Mail
Montag, den 16. August 2010 um 17:37 Uhr

Trilogie in den Dolomiten

Nachdem mit der Eiger-Nordwand seit dem Jahr 1938 alle großen Nordwände durchstiegen waren, gingen Bergsteiger nun zu Versuchen über, die ersten Winterdurchsteigungen durchzuführen oder alle großen Nordwände zu klettern. Gaston Rébuffat erreichte 1952 das Ziel, alle sechs großen Nordwände der Alpen zu durchsteigen.

Nachdem mit der Eiger-Nordwand seit dem Jahr 1938 alle großen Nordwände durchstiegen waren, gingen Bergsteiger nun zu Versuchen über, die ersten Winterdurchsteigungen durchzuführen oder alle großen Nordwände zu klettern. Gaston Rébuffat erreichte 1952 das Ziel, alle sechs großen Nordwände der Alpen zu durchsteigen.

Die großen Nordwände im Einzelnen

Die "großen Drei"


Eiger Nordwand

Wandhöhe
1650 m
Gipfelhöhe
3970 m
Erstersteigung
1938
Erstersteiger Heinrich Harrer, Anderl Heckmair, Fritz Kasparek, Ludwig Vörg
1. Winterbegehung
1961 Toni Hiebeler, Toni Kinshofer, Walter Almberger, Anderl Mannhard
1. Solobegehung
1963 Michel Darbellay
1. Winter-Solo
1978 Tsuneo Hasegawa und Ivano Ghirardini (ein Tag später)
Schnellste Begehung 2008 Ueli Steck (2h 47min.)


Grandes Jorasses

Wandhöhe 1200 m
Gipfelhöhe 4208 m
Erstersteigung 1935 Crozpfeiler (C)
1938 Walkerpfeiler (W)
Erstersteiger C: Martin Meier, Rudolf Peters
W: Ricardo Cassin, Luigi Esposito, Ugo Tizzoni
1. Winterbegehung W: 1963 Walter Bonatti,Cosimo Zappelli
1. Solobegehung W: 1968 Alessandro Gogna
1. Winter-Solo W: 1979 Tsuneo Hasegawa
Schnellste Begehung 2008 Ueli Steck (2h 21min.)


Matterhorn

Wandhöhe 1200 m
Gipfelhöhe 4478 m
Erstersteigung 1931
Erstersteiger F. Schmid , T. Schmid
1. Winterbegehung 1962 Hilti von Almen, Paul Etter
1. Solobegehung 1959 Dieter Marchart
1. Winter-Solo 1965 Walter Bonatti
Schnellste Begehung 2009 Ueli Steck (1h 56min.)



Erweiterte Gruppen


Petit Dru

Wandhöhe 700 m
Gipfelhöhe 3733 m
Erstersteigung 1935
Erstersteiger Pierre Allain, Raymond Leininger
1. Winterbegehung 1964 George Payot, Yvon Masino, Gérard Devouassoux
1. Solobegehung ?
1. Winter-Solo 1955 Walter Bonatti


Piz Badile

Wandhöhe 800 m
Gipfelhöhe
3308 m
Erstersteigung
1937
Erstersteiger
Riccardo Cassin, Vittorio Ratti, Gino Esposito, Mario Molteni † [15], Giuseppe Valsecchi †
1. Winterbegehung
1967 Michel Darbellay, Camille Bournissen, Paolo Armando, Gianni Calcagno, Daniel Troillet, Alessandro Gogna
1. Solobegehung
1952 Hermann Buhl
1. Winter-Solo 2008 Rossano Libera


Große Zinne

Wandhöhe 550 m
Gipfelhöhe 2999 m
Erstersteigung 1933
Erstersteiger Emilio Comici, Angelo Dimai, Giuseppe Dimai
1. Winterbegehung 1938 Fritz Kasparek, Sepp Brunnhuber
1. Solobegehung 1937 Emilio Comici
1. Winter-Solo ?

Am Sonntag, 8. August 2010 befand ich mich erneut auf dem Weg in die Dolomiten. Auf meiner Wunschliste stand bereits seit langem, die Drei Zinnen in den Dolomiten zu klettern. Mit den Erfahrungungen aus den Rekorden am Eiger, Grandes Jorasses und Matterhorn konnte ich meine Technik definitiv perfektionieren. Ich habe die Gewissheit, mich schnell und sicher in den Bergen zu bewegen. In meinen Vorbereitungen für das nächste grosse Projekt im 2011 habe ich in den letzten zwei Monaten unzählige Höhenmeter zurückgelegt mit Jogging. Letzte Woche absolvierte ich das erste Mal eine dreier Serie am Niesen, was immerhin stolze 5000 Höhenmeter ergibt. Diese Serie habe ich dann Ende Woche noch einmal wiederholt. Das Ziel dabei ist, mein Körper soweit zu bringen, dass ich diese Serien drei Mal pro Woche wiederholen kann. Nach dieser anstrengenden Woche war es dann wieder mal an der Zeit, etwas für die Motivation zu tun.
Der Wetterbericht für die Dolomiten war vielversprechend. Das war der ausschlaggebende Punkt, um die lange Anreise auf mich zu nehmen. Am Sonntagabend sah das Wetter allerdings alles andere als vielversprechend aus: Dauerregen. Ich war skeptisch, ob es abtrocknen würde am nächsten Tag. Am Morgen danach herrschte dann schönstes Wetter, aber die Felsen waren durchnässt. Ich startete einen gemütlichen Morgen auf der Südseite der Berge. Zuerst Einklettern an der kleinsten Zinne, dem sogenannte Preussturm. Die 10 Seillängen der Cassinroute waren schnell geklettert. Die Felsstrukturen sind sehr positiv geschichtet. Ideale Voraussetzungen, um alleine zu klettern. Da es erst 11 Uhr morgens war, wanderte ich nach dem Abstieg weiter zur kleinen Zinne. Ziel: Die berühmte Gelbe Kante. Ein eindrücklicher Pfeiler ragte über meinem Kopf in den Himmel. Ich konnte nicht wiederstehen und stieg in die zweite Wand ein. Es herrschte herrliches sonniges Wetter und ein perfekter Tag nahm seinen Lauf. Das Klettern ging wie von selbst. Bestens aufgewärmt kletterte ich Meter für Meter. Dabei überholte ich mehrere Seilschaften. Sie liessen mich ohne Probleme überholen. Der zweite Gipfel an diesem Tag war geschafft. Die herrliche Landschaft der Dolomiten umgab mich. Nach einem kurzen Gipfelrast stieg ich wieder ab. Da der Tag noch jung war,  beschloss ich, mir auch die Nordseite anzuschauen. Es handelt sich um die Route, wofür ich eigentlich hierher gefahren bin. Ehrfürchtig querte ich vom Patternsattel unter die Nordwände der Zinnen. Der Fels schien im Verlauf des Tages abgetrocknet zu sein. Ich erkannte die Linie der Comici Route. Eine elegante und logische Route. Es war drei Uhr nachmittags und über mir 550 Meter senkrechter Fels. Was sollte ich tun? Sollte ich mir die Route für den nächsten Tag aufsparen oder jetzt gleich einsteigen? Die Temperaturen waren angenehm, das Wetter hatte sich etwas verschlechtert, Nebelschwaden zogen umher. Am nächsten Morgen würde es bestimmt kälter sein. So beschloss ich, einzusteigen. Der Routenverlauf ist ganz logisch, viele Haken stecken in den Rissen. Ich kletterte ungesichert, hatte aber ein Seil dabei, um mich gegebenenfalls zu sichern, sollte ich das Gefühl haben, dass der Weiterweg schwer aussehen würde. Ich war völlig isoliert in meiner Welt. In der Welt des Kletterns wo ich Griff für Griff höher und höher stieg. Ich genoss dieses Gefühl und ich spürte absolut keinen Stress. Auch die Griffe waren sehr positiv, die Wand ist steil und ausgesetzt. Nur die letzten Seillängen gestalteten sich etwas mühsam. Die Ausstiegs-verschneidung war komplett nass. Ich bekam zum Abschluss meines Tages noch eine gratis Dusche. Langsam schmerzten auch meine Füsse von den engen Kletterschuhen und auf dem Ringband wechselte ich die Kletterschuhe mit meinen Zustiegsschuhen, in denen ich die letzten paar einfacheren Seillängen bis auf den Gipfel kletterte.

1 Stunde und 5 Minuten nachdem ich eingestiegen war, sass ich neben dem Gipfelkreuz. Dicker Nebel umhüllte mich auf dem Gipfel. Ich war zufrieden. Ein guter Klettertag mit vielen einzigartigen Eindrücken ging zu langsam zu Ende. Zum dritten Mal stieg ich an diesem Tag hinunter und diesmal machte ich einen Stopp in der Lavaredo Hütte. Italien hat schon Vorteile: sogar hier oben gibt es vorzüglichen Kaffee!

Bilanz des Tages:
Kleinste Zinne / Preussturm SO-Wand „Cassin“ 275 Meter VII-
Kleine Zinne  Süd-Kante „Gelbe Kante“ 430 Meter VI
Grosse Zinne N-Wand „Comici“ 550 Meter VII


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Kleinste und kleine Zinne


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Kleine Zinne  „Gelbe Kante“

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Grosse Zinne Nordwand



 
Ueli Steck gewinnt Karl Unterkircher Award 2010 Drucken E-Mail
Sonntag, den 11. Juli 2010 um 20:09 Uhr
Ueli Steck gewinnt den erstmals verliehenen Karl Unterkircher Award 2010 für seine ausserordentlichen polivalenten alpinistischen Leistungen.
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El Cap: Route Free Rider Drucken E-Mail
Donnerstag, den 10. Juni 2010 um 09:54 Uhr
Mittwoch, 9. Juni 2010: Wir sind zurück vom El Cap. Diesmal war Zeit nicht die Herausforderung. Alex und ich haben die Route Free Rider geklettert.
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