Ueli Steck wurde am 4.Oktober 1976 im Emmental geboren. Schon früh beginnt er intensiv Eishockey zu spielen, hört aber damit auf, als er das Klettern und Bergsteigen für sich entdeckt. Es dauert nicht lange, da wird klar, dass er nicht nur über ein ausserordentliches Talent verfügt, sondern auch über eine Risikobereitschaft, was ihn in der Kletterszene schnell bekannt machen. Dass diese Risikobereitschaft ihn nie in ernsthafte Schwierigkeiten brachte, hat er in erster Linie seiner Selbstkontrolle zu verdanken. Und in zweiter Linie seiner Fähigkeit, sich auf den Moment, auf das Jetzt, auf den nächsten Atemzug konzentrieren zu können. Und zu guter Letzt wohl der Tatsache, dass er, der gerne mit dem Kopf durch die Wand geht, erkennt, wann es besser ist, den Kopf einzuziehen. Auch dann, wenn das Umkehren tausendmal schwieriger ist, als das Weitergehen. Schon kurz nachdem er seine Lehre als Zimmermann abgeschlossen hat, entschied sich Ueli Steck seine Passion zum Beruf zu machen. Er wurde Bergsteiger und ist Opinion Leader der Firma New Rock. Dass er heute als einer der weltweit besten Alpinisten gilt, hat er folgenden Leistungen zu verdanken:
18. Mai 2012 Everest ohne Flaschensauerstoff 8848 Meter
23. Mai 2011 Everest ohne Flaschensauerstoff auf 8700 Meter umgedreht wegen kalten Füssen
5 Mai 2011 Cho Oyu 8201 Meter
17. April 2011 Shisha Pangma (8027 Meter) Solo Südwand in 10.5h
25. März 2011 Cholatse Nordwand 6440 Meter
9. August 2010 Dolomiten-Trilogie: Kleinste Zinne / Preussturm SO-Wand "Cassin" 275 Meter VII- in 45 Min.; Kleine Zinne Sud-Kante "Gelbe Kante" 430 Meter VI in 58 Minuten; Grosse Zinne N-Wand "Comici" 550 Meter VII in 1 Std. und 05 Min.
Juli 2010: Ueli Steck gewinnt den erstmals verliehenen Karl Unterkircher Award 2010 für seine ausserdordentlichen polivalenten alpinischen Leistungen.
Juni 2010: Freie Begehung der Route Freerider 5.12d am El Capitan/USA. Speedbegehung der Route Nose am El Capitan in 3 Std. und 45 Min. Die Route Triple Direct in 7 Std. ebenfall am El Capitan.
19. Februar 2010: Neuer Speedrekord an der Droite Nordwand in 2 Stunden und 8 Minuten. Vorheriger Rekordhalter war der französische Ausnahmebergsteiger Christophe Profit in 2 Stunden 30 Minuten.
24. September 2009: Versuch den Westpfeilers des Makalu zu besteigen. Abruch auf 7200 Meter wegen zuviel Schnee. Zu Gefährlich. Am 24. September steht Steck auf dem Gipfel 8468 Meter, Aufstieg über die Normalroute. Sein Partner Robert Bösch bricht dabei den Gipfelversuch auf 8000 Meter ab. Ein einzigartiges Erlebnis, ohne Fixseile und im Alpinstil für Ueli Steck ein grosser Gipfelerfolg.
9. Juli 2009: Vom Lager 2 auf 6500m klettert Steck auf den Gipfel des Gasherbrum II 8035 Meter.
Mai 2009: Ueli Steck klettert - mit Ausnahme der ersten Seillänge (die im zweiten Versuch gelingt) - alle Seillängen rotpunkt und „on sight“ der Route „Golden Gate“ am El Capitan (5.13b US-Bewertungsskala), 41 Seillängen.
25. April 2009: Ueli Steck und Simon Anthamatten werden mit den „Piolets d’Or 2009“ ausgezeichnet für ihre Erstbegehung im April 2008 im Alpinstil der Tengkampoche Nordwand (6500m) im Khumbu Valley, Nepal. Die „Piolets d’Or“ ist wahrscheinlich die berühmteste Bergsteigerauszeichnung in der Welt und wird auch als „Oscar des Alpinismus“ bezeichnet.
13. Januar 2009: 1 Stunde und 56 Minuten Kletterzeit braucht Ueli Steck für die Schmid-Route am Matterhorn. Steck beendet damit erfolgreich sein Projekt, alle 3 grossen Nordwände der Alpen (Eigernordwand, Grandes Jorasses und Matterhorn) in Rekordzeit zu klettern.
28. Dezember 2008: Steck Klettert in 2h 21 Minuten die Grand Jorasse Nordwand. Neuer Speedrekord. Jetzt hat Steck alle 3 grossen Norwände in den Alpen in Rekorzeit geklettert. 26. September 2008: Ueli Steck und Simon Anthamatten werden mit dem Prix Courage 2008 ausgezeichnet für ihren Mut und selbstlose Rettungsaktion an der Annapurna im Mai dieses Jahres, bei dem sie zwei Bergsteigerkameraden ohne zu zögern zur Hilfe geeilt sind.
29./30. August 2008: Ueli Steck schafft die erste freie Begehung der Route „Paciencia“, die schwierigste Sportkletterroute in der Eigernordwand. Länge 900 Meter, 23 Seillängen, Schwierigkeitsgrad 8a.
30. Mai 2008: Ueli Steck wird mit dem erstmals verliehenen „Eiger Award“ ausgezeichnet.
April 2008: Ueli Steck und Simon Anthamatten gelingt was in den letzten Jahren von vielen ausländischen Alpinisten immer wieder versucht wurde: die Erstbegehung der technisch schwierigen Tengkampoche Nordwand (6500m) im Khumbu Valley, Nepal. 2000m Höhenmeter, Schwierigkeitsgrad VI / 85 Grad, Eis M7+ / 6A0.
Februar 2008: Ueli Steck bricht seinen eigenen Eiger Speed Rekord auf der klassischen Heckmair Route und stellt mit 2 Stunden und 47 Minuten eine neue Bestzeit auf.
Februar 2008: Psychischer und körperlicher Perfektionismus. Mehrere Routen Free Solo, unter anderem, Hot Tuna 7c, Schweizerhalle 7b+, Kombination Hot Tuna/ Quasar 8a. Alle Routen im Klettergebiet Leen bei Interlaken.
Mai 2007: Der Versuch, im Alleingang die 8091m hohe Annapurna Südwand auf einer bisher unvollendeten Route zu begehen, scheitert. Ein einzelner herabfallender Stein traf ihn direkt auf den Kopf, er verlor das Bewusstsein und stürzte ab.
April 2007: Während der Akklimatisierungsphase für die Annapurna Südwand, erste Solobegehung der Pumori Westwand (7161m) in nur 24 Stunden, hin und zurück. Februar 2007: Eiger Speed Rekord in einer Solobegehung, vom Fusse der Eigernordwand über die klassische Heckmair Route in nur 3h54min. Juli 2006: Erfolgreiche Erstbegehung der Magic Line auf den Ostgipfel des Gasherbrum II (7710m)
Januar 2006: Erste Wiederholung der Route „Young Spider“ in nur 5 Tagen, eine Diretissima in der Eigernordwand
2005: Nomination für den Piolet d’Or (vergleichbar mit der Oscarverleihung in der Filmindustrie)
2005: Frühling, wieder zwei Wochen später, Abbruch auf 5900m wegen schlechter Witterung am Ama Dablam 2005: Frühling, zwei Wochen später Solo-Erstbegehung des Tawoche (6505m)
2005: Frühling Solo-Erstbesteigung der 1500m hohen Cholatse Nordwand (6640m) in nur 37 Std.
2004: Winter Solo-Begehung Eiger Nordwand + zahlreiche andere kürzere Routen, alle Solo
2004: Free Solo Routen „Silberfinger“ und „Excalibur“.
2004: Nordwände Eiger, Mönch und Jungfrau in nur 25 Std. zusammen mit dem Alpinisten Stephan Siegrist. 2003: Erste freie Begehung von La Vida e Silbar, Eiger Nordwand. 900 meter / 7C
2002: 28 Seillängen von Blood from the Stone (5.9,A1/M7+,Wi6+) Erstbegehung am Mount Dickey in Alaska.
2001: Erstbegehung Eiger-Nordwand „The Young Spider“, eine der Anspruchvollsten Routen durch die Eigerwand, eine Superdiretissima.
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